
Das Foto zeigt einen Öltanker vor Anker im Maracaibo-See im Bundesstaat Zulia in Venezuela, 23. Dezember 2025. (Str/Xinhua)
BEIJING, 3. Januar 2026 (Xinhuanet) -- Das von der US-Regierung angekündigte militärische Eindringen der US-Streitkräfte in Venezuela sowie die Maßnahme gegen dessen Präsidenten Nicolás Maduro legen erneut offen, dass Washington auf einseitige Gewalt setzt, um Ergebnisse jenseits seiner Grenzen zu erzwingen.
Diese Aggression entleert zugleich jahrzehntelange US-Rhetorik, die Amerika als Hüter internationaler Regeln darstellt. Indem Washington den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen umging, handelte es erneut in direktem Widerspruch zu den Grundsätzen des Völkerrechts.
Artikel 2 (4) der Charta der Vereinten Nationen, ein grundlegendes Prinzip des Völkerrechts, verbietet ausdrücklich die Anwendung oder Androhung von Gewalt gegen die Souveränität und territoriale Integrität von Staaten. Daher hat die Maßnahme gegen die Führungspersönlichkeit einer souveränen Nation der Welt unmissverständlich gezeigt, wer der tatsächliche Übertreter des Völkerrechts ist.
Die Geschichte bietet reichlich Präzedenzfälle. Von dem Irak und Libyen bis Panama und Grenada haben die Vereinigten Staaten wiederholt Gewalt angewandt oder angedroht – unter fragwürdigen Begründungen – und dabei häufig lang anhaltende Instabilität hinterlassen. Venezuela, seit Langem Sanktionen und politischem Druck ausgesetzt, reiht sich nun in diese Liste ein, während Diplomatie erneut zugunsten militärischen Zwangs an den Rand gedrängt wird.
Dass diese Aggression in Lateinamerika stattfand, macht sie besonders schwerwiegend. Die Region hat eine lange Geschichte US-amerikanischer Interventionen erlebt, und die dahinterstehende Logik ist nie wirklich verschwunden.
Wie CNN in einer Analyse feststellte: „Im Kern dieser Aktion stehen Washingtons weitergehende Ambitionen, seine Kontrolle über sein ‚nahes Ausland‘ zu verstärken – im Sinne dessen, was dort als eine aktualisierte Monroe-Doktrin bezeichnet wird.“
Die Doktrin mag zwar nicht mehr offen verkündet werden, doch ihr Wesen bleibt intakt: Die westliche Hemisphäre wird weiterhin als Washingtons exklusive Einflusssphäre behandelt.
Durch seine wiederholten Handlungen ist Washington zu einer der gravierendsten Bedrohungen für jene internationale Ordnung geworden, die es nach eigenem Anspruch verteidigt.
Für den Rest der Welt ist es nicht länger optional, unmissverständlich zur Verteidigung von Souveränität und Multilateralismus Stellung zu beziehen. Es ist entscheidend, um eine Rückkehr zu einer Welt zu verhindern, in der Macht – nicht Recht – über das Schicksal von Nationen entscheidet.
(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)
