
Das Foto zeigt die französische Eishockeyspielerin Anaé Simon vor der intelligenten Pin-Tauschstation von Alibaba im Olympischen Dorf im Vorfeld der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina in Italien, 3. Februar 2026. (Xinhua/Zhang Haofu)
Der KI-gestützte Pin-Tauschstand ist zu einer beliebten Attraktion im Olympischen Dorf geworden. Die intelligente Station, die mit chinesischer Technologie von Alibaba Cloud betrieben wird, revolutioniert die jahrzehntealte Tradition des Pin-Tauschens mit einer spielerischen, technologiegestützten Wendung.
Von den Sportjournalisten Yue Wenwan und Gao Meng
MAILAND, 5. Februar (Xinhua) -- Nach dem Mittagessen legte die französische Eishockeyspielerin Anaé Simon einen Pin ihrer Nationalmannschaft in eine orangefarbene Kapsel und wartete darauf, dass ein Roboterarm ihn in ein durchsichtiges Bällebad im Olympischen und Paralympischen Dorf in Mailand fallen ließ.
Dann beugte sie sich zu einem Touchscreen und gab eine einfache Anweisung in ihrer Muttersprache: „Hilf mir, eine blaue zu holen.“
Sekunden später griff der von Künstlicher Intelligenz gesteuerte Roboterarm in den Pool, wählte eine blaue Plastikkapsel aus und legte sie vorsichtig auf den Tresen.
Im Inneren befand sich ein pizzaförmiger Pin mit der Aufschrift „Pizza Club“ und „Eat more“. „Das ist ein neuer, den habe ich noch nie gesehen. Er ist so entzückend“, sagte Simon mit einem Lächeln. „Mit dieser Technologie ist das Tauschen von Ansteckern hier wie das Öffnen einer Wundertüte.“
Dieser Moment verdeutlicht, warum ein kleiner Stand im Athletendorf zu einer unerwarteten Attraktion geworden ist.
Dank der chinesischen Technologie von Alibaba Cloud verwandelt die intelligente Pin-Tauschstation eine jahrzehntealte olympische Tradition in ein spielerisches, technologiegestütztes Erlebnis, das Athleten aus aller Welt begeistert.
Der Pin-Tausch ist seit Langem Teil der olympischen Kultur und eine Möglichkeit für Wettkämpfer und Mitarbeiter, über Sportarten und Grenzen hinweg Kontakte zu knüpfen. Bei den Spielen in Mailand-Cortina erhält dieses Ritual eine digitale Note. Die Teilnehmer legen einen ihrer eigenen Pins in eine Kapsel und lassen dann einen KI-gesteuerten Roboterarm zufällig einen anderen auswählen.
Die Station wird von Alibaba Clouds großem Sprachmodell (Large Language Model) Qwen gesteuert, das es Benutzern ermöglicht, Sprachbefehle auf Chinesisch, Englisch, Französisch und Italienisch zu geben.
Für viele Athleten liegt die Neuheit nicht nur in der Technologie, sondern auch darin, wie sie sich in den sozialen Rhythmus des Dorfes einfügt.
Die italienische medizinische Mitarbeiterin Daniela Artesani sagte, sie besuche den Stand fast jeden Tag.
„Alle sind neugierig darauf“, sagte Artesani. „Jede Kapsel fühlt sich wie ein kleines Geschenk von jemandem an, den man nicht kennt. Und es ersetzt nicht den traditionellen persönlichen Austausch. Es macht ihn nur spielerischer.“
Das Athletendorf in Mailand wurde am 30. Januar offiziell eröffnet und beherbergt rund 1.500 Menschen. Die olympische Atmosphäre ist bereits sehr intensiv. Flaggen säumen die Gebäude und wehen im Winterwind.
Rund um die intelligente Pin-Tauschstation haben Sammler Pins mit ihrer eigenen Geschichte hinterlegt: Embleme der Winterspiele 2022 in Beijing, Maskottchen der Olympischen Spiele 2008 in Beijing und Abzeichen von Paris 2024. Jede Kapsel erzählt eine andere Geschichte, noch bevor sie geöffnet wird.
Laut Tai Le, einem Mitarbeiter von Alibaba Cloud vor Ort, haben in den ersten fünf Tagen mehr als 1.300 Menschen die Station ausprobiert.
Doch auch wenn die Technologie die Massen anzieht, bleibt der ursprüngliche Geist des Pin-Tauschens im gesamten Dorf sichtbar.
Im Speisesaal nahm die chinesische Eisschnellläuferin Yang Binyu einen Pin des chinesischen Teams mit einem Panda und Tina, dem Maskottchen von Mailand-Cortina, ab, um ihn mit anderen zu tauschen.
„Neben den Rennen ist es das, worauf ich mich am meisten freue - Pins tauschen und Freunde finden bei den Olympischen Winterspielen“, sagte Yang.
