Zusammenfassung: China-EU-Abkommen über geografische Angaben schafft Marktvertrauen

German.news.cn| 16-09-2021 08:53:30| 新華網
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BRÜSSEL, 15. September (Xinhua) -- Das Abkommen zwischen China und der Europäischen Union (EU) über den Schutz geografischer Angaben, das am 1. März dieses Jahres formell in Kraft getreten ist, bietet beiden Seiten neue Möglichkeiten, den Umfang und die Qualität des Agrarhandels zu verbessern und gleichzeitig das Vertrauen in die Märkte der jeweils anderen Seite zu stärken.

Mit geografischen Angaben sollen die Namen bestimmter Erzeugnisse geschützt werden, um deren einzigartige Eigenschaften im Zusammenhang mit ihrem geografischen Ursprung sowie dem traditionellen Wissen und Können zu fördern.

Seit der Unterzeichnung des Abkommens am 14. September 2020 erfreuen sich landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Gannan-Navelorangen, Qianjiang-Krebse, Wuchang-Reis, französischer Champagner und Münchner Bier auf den chinesischen und europäischen Märkten zunehmender Beliebtheit.

Im Laufe des Jahres tauschten sich die Chinesische Mission bei der EU und die Europäische Kommission bei gemeinsamen Online-Treffen zur Förderung von geografischen Angaben aus, zu denen die zuständigen Behörden, lokale Beamte und Experten beider Seiten zu eingehenden Diskussionen eingeladen wurden.

Durch das Abkommen werden über 500 geografische Angaben in China und Europa anerkannt. Es schützt die Bezeichnungen für rund 200 ikonische landwirtschaftliche Erzeugnisse aus China und Europa, 100 auf jeder Seite.

Das Abkommen ist die erste große gegenseitige Anerkennung von geografischen Angaben zwischen China und Europa. In den nächsten vier Jahren soll das Abkommen um weitere 350 geografische Angaben von beiden Seiten ausgedehnt werden.

Zhang Ming, Leiter der Chinesischen Mission bei der EU, erklärte, dass dieses Abkommen einen umfassenden und wirksamen Schutz sowie die Förderung von Produkten mit qualitativ hochwertigen geografischen Angaben beider Seiten für den Zugang zu den jeweils anderen Märkten biete.

Bei den betreffenden geografischen Angaben handele es sich hauptsächlich um landwirtschaftliche Erzeugnisse. China und die EU seien außerdem beide in eine neue Ära der landwirtschaftlichen und ländlichen Entwicklung eingetreten, und Nachhaltigkeit sei ein gemeinsames Ziel, sagte Zhang.

Laut Zhang ist das bilaterale Handelsvolumen mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen im vergangenen Jahr trotz der Pandemie rapide angestiegen und wird auf über 30 Milliarden US-Dollar geschätzt, was einem Anstieg von über 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Heute ist China der größte Handelspartner der EU und das zweitwichtigste Ziel für EU-Exporte von Produkten mit geschützten geografischen Angaben.

Für die europäische Lebensmittel- und Getränkeindustrie ist China ein Exportmarkt mit großem Wachstumspotenzial. Statistiken zufolge belaufen sich die jährlichen Exporte der EU von geografisch geschützten Erzeugnissen auf über 20 Milliarden Dollar, was mehr als 15 Prozent aller EU-Exporte von Lebensmitteln und Getränken ausmacht.

(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)

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