Wolf-Henning Scheider: ZF fühlt sich in China "zu Hause"

German.news.cn| 14-09-2021 08:47:03| 新華網
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MÜNCHEN, 13. September (Xinhua) -- Der deutsche Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen fühlt sich in China "zu Hause", sagte der ZF-Vorstandsvorsitzende Wolf-Henning Schneider kürzlich gegenüber Xinhua auf der IAA Mobility in München, die von Dienstag bis Sonntag stattfand. Schneider versprach, die Lokalisierung auf dem weltweit größten Pkw- und Lkw-Markt weiter zu vertiefen.

"Unsere Teams in China spielen eine Rolle, da es ein Land wie Deutschland ist, in dem wir die Möglichkeiten haben, ein komplettes System einzuführen und zu entwickeln", sagte Scheider und wies darauf hin, dass ZF in China seine erste Heimatbasis der Entwicklung eingerichtet hat, in der neue Produkte entwickelt und weltweit eingesetzt werden können.

In den Bereichen alternative Energien und E-Mobilität ist China "an vorderster Front", sagte der 59-jährige Vorstandsvorsitzende. Mit entsprechenden Lösungen will ZF die Chancen in China nutzen, das sich als Land zum Ziel gesetzt hat, vor 2030 einen Höchststand der CO2-Emissionen sowie vor 2060 eine CO2-Neutralität zu erreichen.

Vor dem Hintergrund einer Reihe von Unwägbarkeiten, die den bedeutenden Wandel der Automobilindustrie insgesamt behindern, wie die COVID-19-Pandemie, die zunehmend strengere CO2-Regulierung, der anhaltende Mangel an Halbleitern sowie geopolitische Risiken, die die globalen Wertschöpfungsketten destabilisieren, bleibt ZF hinsichtlich seiner Wachstumsaussichten vorsichtig, sagte Schneider und stellte fest, dass "die zweite Hälfte des Jahres 2021 etwas schwieriger ist als die erste Hälfte."

Nach Schneiders Ansicht wird der Chipmangel die Produktion in der Automobilindustrie in den Jahren 2021 und 2022 weiter behindern, bevor Ende nächsten Jahres eine Entspannung in Sicht sein könnte.

"Die Situation, mit der wir jetzt konfrontiert sind, ist natürlich der Startschuss für eine kritische Überprüfung der gesamten Lieferkette und des Aufbaus für die kommenden Jahre", sagte Scheider gegenüber Xinhua, wobei er betonte, es sei "zu früh, um Schlussfolgerungen zu ziehen."

Schneider zufolge ist eine sehr gründliche Analyse mit Partnern und Kunden in der Lieferkette nötig, um zu prüfen, wie Angebot und Nachfrage weiter ausgeglichen werden können, bevor kreative Ideen und Maßnahmen gefunden werden, um solche Engpässe in den kommenden Jahren zu verhindern. Schneider fügte jedoch hinzu, er sei immer noch optimistisch bezüglich des Wachstums von ZF in Bereichen wie elektronischen Komponenten.

(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)

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